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Die Bundesautobahn 7

Die Reichsautobahnen - 1939.png
Bodenbewegungen und Brückenbau
Autobahnbrücke im Bau in den 30er Jahren
Baracken der Arbeiter vor dem 2. Weltkrieg
Autobahnbau in den 50er Jahren
Die Autobahn ist fertig
Stand Autobahnbau August 1957.jpg

Bilder:

Sammlung Karl-Werner Vick

Archiv Landkreis Harburg

Die Bundesautobahn 7 (A7) ist mit einer Länge von etwa 963 Kilometern die längste Autobahn Deutschlands und erstreckt sich von der dänischen Grenze bei Flensburg bis zur österreichischen Grenze bei Füssen. Ihre Geschichte beginnt in den 1930er Jahren, als erste Planungen für eine Nord-Süd-Verbindung aufgenommen wurden.

Der Verlauf der A7 durch Seevetal an den Ortschaften Ohlendorf und Ramelsloh vorbei ist historisch und infrastrukturell geprägt. Es sollte eine leistungsfähige Verbindung zwischen Hamburg und Hannover, sowie weiter nach Süden Richtung Kassel, Würzburg und Füssen geschaffen werden. 

Die Gemarkung Ohlendorf liegt strategisch günstig südlich von Hamburg und nahe der wichtigen Verkehrsachsen in Niedersachsen. 

Die Planer entschieden sich für den Verlauf an der Gemarkung Ohlendorf vorbei, weil:

  • Günstige Topografie: Das Gebiet südlich von Hamburg bot eine relativ einfache Streckenführung ohne größere Hindernisse wie Berge oder große Gewässer

  • Nähe zu Hamburg: Die A7 sollte eine schnelle Verbindung zur Hansestadt ermöglichen, ohne direkt durch die dichte Bebauung der Stadt zu führen

  • Verkehrtechnische Bedeutung: Durch den Verlauf durch Seevetal konnte die Autobahn mehrere bestehende Verkehrswege kreuzen und verknüpfen, insbesondere mit der heutigen A1 und A39

  • Flächennutzung: Der ländliche Charakter um die Gemarkung Ohlendorf erlaubte eine vergleichsweise kostengünstige Trassenführung mit wenig Eingriff in bestehende Siedlungsstrukturen

 

Die Anschlussstelle Ramelsloh/Ohlendorf liegt im nördlichen Bereich der A7, etwa 30 Kilometer südlich von Hamburg, und verbindet die Ortschaften Ramelsloh und Ohlendorf mit der Autobahn. Ursprünglich war an dieser Stelle keine Autobahnanschlussstelle vorgesehen. Erst später wurde die Notwendigkeit erkannt, den lokalen Verkehr besser an die Autobahn anzubinden, was zur Einrichtung der Anschlussstelle führte. Heute dient sie als wichtige Verbindung für Pendler und den regionalen Verkehr, insbesondere in Richtung Hamburg und Hannover.

Wenige Kilometer nördlich der Anschlussstelle befinden sich mit dem Horster Dreieck und Maschener Kreuz zwei große Verkehrsknotenpunkte, wo die beiden wichtigsten deutschen Autobahnen aufeinandertreffen - A1 (Lübeck - Dortmund) und A7 (Nord-Süd Verbindung Flensburg - Füssen).  Ohne deren Existenz müsste der gesamte Fernverkehr durch Hamburg fließen, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führen würde. 

 

In den 1930er Jahren begann die Planung und der Bau einzelner Abschnitte der A7. Während des Krieges ruhten ab 1942 die Bauarbeiten. Aufgrund des Mangels an Privatfahrzeugen wurde die Nutzung der Autobahnen für Radfahrer freigegeben. 

Bis in die 1950er Jahre existierte auf dem Abschnitt zwischen Horster Dreieck und Hannover auf Höhe der Ohlendorfer Gemarkung lediglich der Standstreifen.  Ab 1956 wurden insgesamt sieben Teilstücke schrittweise dem Verkehr freigegeben. Der letzte Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Berkhof und dem Autobahnkreuz Hannover/Kirchhorst wurde im Jahr 1960 eröffnet. Somit war die durchgehende Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Hannover vollständig befahrbar.

Ursprünglich wurde die A7 als vierstreifige Autobahn (zwei Spuren pro Richtung) gebaut. Aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens wurde in den 1980er Jahren mit ersten Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen begonnen. Seit den 2000er Jahren nahm der LKW- und Pendlerverkehr stark zu, insbesondere durch den EU-Binnenmarkt und die Wiedervereinigung Deutschlands. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Archiv Landkreis Harburg                                 -     div. Zeitungsartikel

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