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Die freiwillige Feuerwehr

Bilder:

Sammlung Karl-Werner Vick

Archiv Gemeinde Seevetal

Archiv Wasserbeschaffungsverband Harburg

BEDROHUNG DURCH BRÄNDE

Brände stellten von jeher eine große Bedrohung für Ortschaften und Städte dar. So war bis zur Erfindung der Elektrizität im 19. Jahrhundert eine offene Flamme zum Heizen, Kochen und zur Beleuchtung die einzige Möglichkeit Wärme und Licht bei Dunkelheit und Kälte zu erzeugen. Je dichter die Bebauung war, desto einfacher konnten im Brandfall die Flammen vom ursprünglichen Brandherd auf andere Gebäude überspringen. 1842 führte ein kleiner Schwelbrand in der Hamburger Deichstraße zu einem Großbrand, der aufgrund der engen Bebauung der Hamburger Innenstadt und mangelhafter professioneller  Brandbekämpfung 25% der gesamten Stadtfläche verwüstete. 

Auch in den weniger großen Orten der Lüneburger Heide waren seit jeher Feuersbrünste ausgebrochen, die halbe Ortschaften vernichteten. In den umliegenden Orten gab es bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts sogenannte "Feuergeschworene", die die Einhaltung der Brandschutzvorschriften an den Feuerstellen der Höfe prüften und im Brandfall die Lösch- und Rettungsmaßnahmen leiteten. Hierfür gibt es in Ohlendorf keine Belege, dennoch ist davon auszugehen, dass es Feuergeschworene auch hier gab, denn dass bereits eine Handdruckspritze vor der Gründung der freiwilligen Feuerwehr existierte ist in der Schulchronik nachfolgend belegt: 

BERICHT IN DER SCHULCHRONIK

Die Ohlendorfer Schulchronik spricht bereits im Jahre 1891 davon, dass beim Brand der Gebäude des Gastwirtes und Vollhöfners Peter Maack (Hs-Nr. 3) am 29. Dezember des Jahres die Gemeindespritzen von Ohlendorf, Ramelsloh und Stelle im Einsatz waren. Es konnte hier nur wenig Mobliar gerettet werden - Priorität wurde auf das Vieh gelegt - wobei leider dennoch zwei Pferde und ein Schwein den Flammen zum Opfer vielen. Der damalige Lehrer erwähnte mit großer Dankbarkeit die Hilfeleistung der Spritzenwagenbesatzungen der Nachbarorte, die einen Übergriff auf die Nachbargebäude verhindern konnten. 

GRÜNDUNG

Um den Bedarf an koordinierter Brandbekämpfung nachzukommen gründeten 63 Kameraden aus Ohlendorf und Holtorfsloh am 15. März 1934 die freiwillige Feuerwehr Ohlendorf. Zum Wehrführer wurde der 44-jährige Dorfschmied Georg Detgen ernannt. Die Mitglieder bekamen eine maßgeschneiderte Uniform. Die Feuerwehr wurde in Züge aufgeteilt und es wurde intensiv der Ernstfall mindestens einmal wöchentlich geübt. 

Für den Alarm wurden vier Hornisten eingesetzt - zu dieser Zeit gab es noch keine Sirenen im Ort. 

ERSTES ZU LÖSCHENDES GROSSFEUER IN OHLENDORF 

Die erste Feuerprobe musste die neu gegründete Feuerwehr im Herbst 1934 bestehen. Es brannte die Feldscheune beim Vollhöfner Otto Oertzen. Gedroschenes Stroh hatte Feuer gefangen. Durch den starken Ostwind griff das Feuer auf die Nachbargebäude von Hermann Maack und Friedrich Vick über. Auch diese brannten nieder, aber die Scheunen der Nachbarn konnten gerettet werden. Bei diesem Großbrand wurden auch Zivilisten zur Hilfeleistung herangezogen, da die Handdruckspritze bereits mit dem Bekämpfen des Brandes der drei Gebäude ausgelastet war. Alle im Einsatz befindlichen Personen wurden mit Säcken behängt und mit Wasser übergossen. Die mit Teerpappe gedeckten Scheunen wurden mit Wasser begossen, um zu verhindern, dass sie bei Hitze selbst Schaden erleiden. Die Wasserversorgung erwies sich als schwierig. Mit Eimern musste das Wasser herangeschafft werden. 

​UNFALL WÄHREND DES ANMARSCHES NACH RAMELSLOH 

Am 5. März 1938 brannte das Pastorenhaus in Ramelsloh. Zur Bekämpfung dieses Brandes wurde auch die Feuerwehr aus Ohlendorf gerufen. Damit die Handdruckspritze die Brandstelle schnell erreichen konnte, spannte man zwei Pferde davor. Auf dem Osterberg - zu dieser Zeit führte der Hauptweg nach Ramelsloh über diese Wegstrecke - passierte ein folgenschwerer Unfall. Der Deichselbolzen hatte sich gelöst und die Handdruckspritze raste gegen einen Baum. Dabei verbog der Pumpenarm. Die Pumpe wurde unbrauchbar. Doch einige der alarmierten Kameraden erfüllten dennoch ihre Pflicht beim Löschen des Brandes, allerdings ohne die Handruckspritze.

Georg Detgen reparierte sie dann eilig und machte sie wieder einsatzfähig. Allerdings wurde die Ohlendorfer Feuerwehr bald darauf mit einer Motorspritze ausgestattet. 

DIE FEUERWEHR IM 2. WELTKRIEG

Bald darauf brach 1939 der 2. Weltkrieg aus. Sehr viele Kameraden wurden zum Kriegsdienst eingezogen und andere Bürger mussten zum Feuerwehrdienst herangezogen werden. Zwei neue Sirenen wurden installiert, die allerdings nicht zur Brandalarmierung eingesetzt werden durften. Die Feuerwehr alarmierte zu dieser Zeit weiterhin durch die Hornisten. 

Im Jahr 1943 wurden bei einem feindlichen Fliegerangriff Brandbomben geworfen. Es ist anzunehmen, dass die westlich vom Dorf gelegene Scheinwerferstellung ins Visier genommen wurde oder dass von der Flak getroffenen Flugzeuge ihre Bombenladung zur Stabilisierung abwarfen. Jedenfalls verursachten die Feuer mehrere Großbrände im Ortskern u.a. bei dem Gastwirt Otto Jochim. Dort war der Saal mit Möbeln vollgestellt und die Brandbekämpfung erwies sich als ziemlich schwierig. Das Gebäude konnte aber gerettet werden. 

NEUBEGINN

Nach dem Krieg übernahm Gustav Richter von Georg Detgen die Verantwortung für die Ohlendorfer Feuerwehr. Es folgten in den darauffolgenden Jahren mehrere Brandeinsätze. 1951 brannte die Scheue des Pferdehänders Karl Bellmann. Zahreiche Pferde wurden ein Raub der Flammen. Das Wohnhaus konnte durch den schlagkräftigen Einsatz gerettet werden. 

1953 trat eine Änderung ein. Es wurden Schnelligkeitswettkämpfe eingeführt. Die Ohlendorfer Feuerwehr konnte sich nun mit den anderen Feuerwehren im Landkreis Harburg messen. 

SCHEUNEN FALLEN DER BRANDSTIFTUNG ZUM OPFER

1961 brannten die Wirtschaftgebäude von Ewald Detgen und Willi Heinsen, sowie von Albert Maack. Bei der Brandbekämpfung halfen die Wehren aus Holtorfsloh, Ramelsloh, Winsen, Tangendorf, Marxen und Brackel. Bei beiden Bränden ging man von Brandstiftung aus. 

Am 28. August 1968 wurde die Wehr zum Brandeinsatz gerufen. Es brannte die Scheune von Renate Klingenspor (Kreuzung Parkstraße / Ohlendorfer Str. / ehem. Volksbank) bis auf die Grundmauern nieder. Mit diesem Einsatz endete die Dienstzeit von Gustav Richter. 

1969 wurde mit Kurt Laußat ein neuer Ortsbrandmeister vorgeschlagen und gewählt. Gerhard Peters wurde sein Stellvertreter. Die erste große Herausforderung unter dem neuen Kommando war ein größerer Waldbrand im Jahre 1970. 

​EIN NEUES FEUERWEHRHAUS MUSS HER

Die Ohlendorfer Wehr war bis 1970 nur mit einem Tragkraftspritzenanhänger ausgerüstet. Kurt Laußat setzte sich für die Beschaffung eines Löschfahrzeuges ein. Doch hierfür musste ein neues Gerätehaus gebaut werden, da das alte "Spritzenhaus" lediglich Platz für den Tragkraftspritzenanhänger sowie einige wenige Geräte hatte. Die Standortwahl für ein neues Gerätehaus gestaltete sich als schwierig. Alle entscheidenden Parteien waren sich jedoch einig, dass das neue Gebäude am Dorfteich entstehen sollte. Die Feuerwehrkameraden schachteten die Fundamente selbst aus, welches sich als sehr herausfordernd herausstellte, da sie am Grund des Dorfteiches gegründet werden mussten. Parallel zu diesen Arbeiten wurde auch der Löschteich neu hergerichtet. Am 3. Juli 1971 konnte das neue Gerätehaus mit neuem Löschteich eingeweiht werden und das neue Löschfahrzeug vom Typ LF8 wurde übergeben. Im Laufe der nächsten Zeit wurden ein Funkgerät, drei Handsprechfunkgeräte, drei Atemschutzgeräte, ein Schaumzumischgerät, eine Krankentrage sowie ein Notstromaggregat mit einer Flutlichtanlage angeschafft.  

​GRÜNDUNG JUGENDFEUERWEHR

Ein weiterer großer Schritt war am 29. Oktober 1973 die Gründung der Ohlendorfer Jugendfeuerwehr. Jugendwart wurde der stellvertretende Ortsbrandmeister Gerhard Peters  welcher 12 neue Jugendfeuerwehrmitglieder begrüßen konnte. 

Da am 1. Februar 1975 der amtierende Ortsbrandmeister Kurz Laußat aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat wurde Gerhard Peters neuer Ortsbrandmeister. 

Am 04. Oktober 1975 wurde die Scheune von Gustav Tangermann ein Raub der Flammen. Es wurde Vollalarm ausgelöst, die Wehren aus Meckelfeld, Maschen, Bahlburg, Thieshope, Ramelsloh und Holtorfsloh eilten zur Brandstelle. Die umliegenden Wohngebäude drohten ebenfalls Feuer zu fangen. Insgesamt waren 85 Feuerwehrleute, 13 C- Rohre, 26 C-Schläuche und 35 B Schläuche eingesetzt. Das Wasser wurde aus dem Feuerlöschteich entnommen. Ein der Brandstiftung Verdächtiger wurde vor Ort gefasst und vernommen. 

In diesem Jahr wurde auch ein neuer VW - Bus angeschafft. Damit war das Gerätehaus zu klein geworden und musste erweitert werden. Die Gemeinde Seevetal stellte leider nicht die erforderliche Menge an Zuschüssen zur Verfügung, daher entschlossen sich die Kameraden den Erweiterungsbau in Eigenregie herzustellen. Hierfür wurden fast 2.000 Stunden freiwilliger Dienst geleistet. Hans-Georg Dreves übernahm in diesem Jahr die Verantwortung für die Jugendarbeit und wurde Jugendwart. 

ERSTE ERWEITERUNG FEUERWEHRHAUS

Im September 1976 wurde Richtfest gefeiert. Am 11. Februar 1977 wurde das erweiterte Gerätehaus eingeweiht. Sechs neue Mitglieder konnten von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen werden. Seit ihrer Gründung ist die Jugendfeuerwehr fester Bestandteil der Nachwuchsförderung der Feuerwehr Ohlendorf. 

1976 wurde erstmals das Osterfeuer durchgeführt, welches sehr großen Anklang fand. Zur Unterhaltung spielte der Spielmannszug aus Hamburg - Berne. 

Mittlerweile änderte sich das Tätigkeitsfeld der Feuerwehr von reiner Brandbekämpfung nun hin zu jeglicher Hilfeleistung für Mensch und Tier. So leistete man 1979 Unterstützung als es darum ging im Ort eine Schwan einzufangen. Ein noch arbeitsreicherer Einsatz fand auf dem Gelände von Aldi statt. Durch massiven Schneefall im Winter 1978/1979 drohte das Vordach der Laderampe abzuknicken. Insgesamt schafelten die Kameraden aus Ohlendorf, Ramelsloh und Holtorfsloh in 300 Arbeitsstunden den Schnee vom Dach. 

1980 wurde die Einsatzleitzentrale in Winsen und die feuerwehrtechnsiche Zentrale in Hittfeld eingeweiht. Durch die Inbetriebnahme der Einsatzleitzentrale in Winsen wurde die Alarmnummer einheitlich 112, die Sirenen werden per Funk ausgelöst. 

In diesem Jahr wurde 24 mal Alarm für die Feuerwehr Ohlendorf ausgelöst. ​

Aufgrund von Nachwuchsschwierigkeiten veranstaltete die Wehr am 2. September 1980 eine Veranstaltung für die Jugend mit zahlreichen Überraschungen. Nach dieser Veranstaltung traten 10 neue Jugendliche der Wehr bei. 

1981 richtete die Feuerwehr Ohlendorf das Jugendzeltlager der Gemeinde Seevetal aus. Die ehemalige erste Wettkampfgruppe nahm 1981 an den Alterswettkämpfen in Meckefeld teil. 

Im Jahre 1982 erhielt die Wehr von der Gemeinde einen gebrauchten VW-Bus, der zum Einsatzleitwagen umgebaut wurde. 

Im Jahre 1983 wurde Uwe Richers neuer Jugendwart. 

50 JAHRE FEUERWEHR OHLENDORF 

Am 17. März 1984 fand im Landhaus Ohlendorf die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Feuerwehr Ohlendorf statt. Eingeladen waren alle Mitglieder, darunter Gründungsmitglieder, Abordnungen der Nachbarvereine, sowie diverse Amtsträger von Feuerwehr und Politik auf Gemeinde und Kreisebene. Die fünf Gründungsmitglieder erfuhren eine besondere Ehrung. 

Am 11. Mai 1985 brannte die Telefonzelle in Ohlendorf. Durch die in unmittelbarer Nähe befindliche Wasserentnahmestelle konnte der Brand schnell gelöscht werden. 

ZWEITE ERWEITERUNG FEUERWEHRHAUS

1986 wurde ein Antrag auf Erweiterung des Gerätehauses gestellt. Die Voraussetzungen gestalteten sich allerdings als schwierig, da eine grundlegende Frage zum Grenzabstand geklärt werden musste. Die rechte Gebäudewand musste zurückgesetzt werden. Aufgrund der Komplexität nahm der Erweiterungsbau etwas Zeit in Anspruch. So konnte am 3. Mai 1989 der vorerst letzte Umbau des Gerätehauses eingeweiht werden. 

Durch die Erweiterung des Gerätehauses waren Stellplätze entfallen. Um hier Abhilfe zu schaffen, erwarb die Gemeinde Seevetal ein Grundstück von Edith und Oskar Bross. 

Mit Beginn des Jahres 1987 wurde Manfred Dreves am 24. Januar 1987 zum Jugendwart gewählt. 

Im Jahre 1990 wurde ein Löschfahrzeug 8 (LF8) angeschafft und übergeben. Mit diesem Fahrzeug war es aufgrund seines 100 Liter Wassertanks möglich einen Fahrzeugbrand zu löschen. Die noch funktionsfähige alte TS 8 wurde der Wehr in Carlow, Mecklenburg-Vorpommern kostenlos übergeben. 

Am 26. November 1992 fegte ein schwerer Sturm über Norddeutschland. Allein an diesem Tag rückte die Feuerwehr Ohlendorf zu 16 Einsätzen aus um Sturmschäden zu beseitigen. 

WECHSEL NACH 18 JAHREN AN DER SPITZE

Zur Jahreshauptversammlung am 09. Januar 1993 stellte sich Ortsbrandmeister Gerhard Peters nach 18 Jahren im Dienst nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wurde sein Stellvertreter Helmut Schmahle gewählt. Der neue Stellvertreter wurde Hans-Georg Dreves. Gerhard Peters wurde vom Gemeindedirektor Rainer Timmermann zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. In einer Festrede erinnerte er daran, dass Gerhard Peters mit 1957 mit 16 Jahren in die Wehr eintrat und während seiner Zugehörigkeit neben dem Stellvertreterposten auch der erste Jugendwart der neu gegründeten Jugendfeuerwehr war. Während seiner Amtszeit wurde das Feuerwehrhaus zweimal erweitert und der erste Feuerwehrmarsch durchgeführt. 

1994 feierte die Wehr ihr 60-jähriges Bestehen. Die Gründungsmitglieder Wilhelm Menke und August Heuer wurden geehrt. Außerdem wurde ein Lichtbildervortrag mit der Rückschau auf die letzten 60 Jahre gehalten. Am 22. Juni dieses Jahres leistete die Wehr ihren Beitrag bei der Brandbekämpfung bei einer Schinkenräucherei in Meckelfeld. Hier entstand ein Schaden von DM 74 Mio. Dies war bis dato das größte Schadensfeuer im Landkreis Harburg nach dem 2. Weltkrieg. In diesem Jahr übernahm Torsten Dreves auch die Verantwortung für die Jugendfeuerwehr und wurde neuer Jugendwart. 

ZUSÄTZLICHES GEBÄUDE WIRD RENOVIERT

Im Jahr 1995 erwarb die Gemeinde Seevetal das ehemalige Kalthaus gegenüber vom Löschteich. Dies wurde in Eigenhilfe in ca. 1200 Arbeitsstunden saniert und wird seitdem als Lagerraum genutzt. 

Die Anforderungen an die Feuerwehr in Ohlendorf änderten sich weiter. Am 19. Juni 1996 konnten die Kameraden erneut ein Fahrzeug entgegennehmen. Das TLF 16/24 Trupp wurde in Ohlendorf stationiert, um die letzte Lücke bei der Abdeckung der Autobahnen im Landkreis Harburg mit wasserführenden Löschfahrzeugen zu decken. 

Am 23. August 1997 feierte die Feuerwehr Seevetal ihr 25-jähriges Bestehen. Hierfür wurde ein Gruppenbild mit allen Gemeindefeuerwehren und deren Mitgliedern und Fahrzeugen erstellt. 

Im Jahre 1999 stand fast das gesamte Kommando zur Wahl und wurde wiedergewählt. Michael Müller übernahm das Amt als Sicherheitsbeauftragter von Sönke Gleisenstein. 

Am 2. März 2000 konnte Jugendwart Torsten Dreves den Schlüssel für ein neues Transportfahrzeug für die Jugendwehr von Ortsbrandmeister Helmut Schmahle entgegennehmen. Die Anschaffung wurde durch in Ohlendorf ansässigen Firmen und Privatpersonen ermöglicht. Auch der Unterhalt des Fahrzeuges konnte teilweise durch feste Spendenzusagen bestritten werden. 

Zur Jahreshauptversammlung im Januar 2002 stand das gesamte Kommando zur Wahl. Jugendwart Torsten Dreves und Schriftführer Helmut Lüllau stellten sich nicht wieder zur Wahl. Thomas Menke wurde einstimmig zum neuen Jugendwart gewählt. Nachfolger, nach 40 Jahren im Amt des Schriftführers wurde sein langjähriger Stellvertreter Stephan Maack. Während seiner bis dato 40-jährigen Zugehörigkeit war Helmut Lüllau in folgenden Positionen: Kassenwart, Schriftführer, Maschinist der Wettkampfgruppe, Teil des Festausschusses und Kommandos, Festausschussvorsitzender und Feuerschutzausschussvorsitzender der Gemeinde Seevetal. 

Im Verlauf des Jahres 2002 waren einige Kameraden der Ohlendorfer Wehr bei der Deichsicherung im Amt Neuhaus im Einsatz. Dort drohte die stark angestiegene Elbe die Deiche aufzuweichen. 

NEUE WETTKAMPFGRUPPE

Nach kurzzeitigen Schwierigkeiten konnte seit April 2003 wieder eine Wettkampfgruppe durch die Feuerwehr Ohlendorf gestellt werden, welche im Jahre 2008 den ersten Platz beim Gemeindewettbewerb in Glüsingen belegte. Initiator und Gruppenführer der Wettbewerbsgruppe war Gustav Lüllau. 

Im April 2004 wurde Gründungsmitglied Wilhelm Menke für seine 70-jährige Wehrzugehörigkeit besonders geehrt. Er trat mit 19 Jahren in die Wehr ein und war bis zur Erreichung der Altersgrenze bei zahlreichen Einsätzen als Maschinist tätig. 

​Auf der Jahreshauptversammlung 2005 stand wieder das gesamte Kommando zur Wahl. Helmut Schmahle wurde im Amt als Ortsbrandmeister bestätigt, sein neuer Vertreter wurde Andreas Brauel. Dirk Becker und Torsten Dreves wurden als Gruppenführer und Stellvertreter gewählt. 

In den frühen 2000ern haben die Wettbewerbsgruppen an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen und belegten hierbei sehr oft vordere Plätze. 

Im Jahr 2008 wurden Niels Kirschner und Richard Heimbürger zum Gruppenführer gewählt. Bernd Hastedt wurde als Gerätewart bestätigt. Christian Gafert übernahm das Amt des Gerätewartes von seinem Vater Heinz und wurde ebenso Gerätewart. Melanie Hillmer wurde Atemschutzgerätewartin und somit als erste Frau in das Kommando gewählt. ​

75 JAHRE FEUERWEHR OHLENDORF

Das Jahr 2009 markierte einen erneuten Meilenstein aufgrund des 75. Jährigen Jubiläums. Zusätzlich gab es noch diverse personelle Änderungen. 

Nach bis dato 40 Jahren Zugehörigkeit zur Feuerwehr Ohlendorf und der Tätigkeit als stellvertretender Gemeindebrandmeister seit 1990 stellte sich Siegfried Behr aus Altersgründen  nicht mehr zur Wahl. Er war in seiner aktiven Laufbahn Wettkampfteilnehmer, Kassenwart, Mitglied des Kommandos und Zugführer. Zum neuen Stellvertreter des Ortsbrandmeisters wurde Gustav Lüllau gewählt. Der bis dato amtierende Ortsbrantmeistervertreter Andreas Brauel trat die Nachfolge von Siegfried Behr an und wurde stellvertretender Gemeindebrandmeister der Gemeinde Seevetal. 

Am 20. März 2009 fand eine Feier zum 75- jährigen Bestehen der Feuerwehr in Ohlendorf statt. 

 

Im Jahre 2010 wurde das LF 8 durch ein neues LF 10/6 ersetzt. Es verfügt über einen hydraulischen Hilfeleistungssatz mit Rettungsschere und Spreizer. 

PERSONELLE ÄNDERUNGEN & NEUES FAHRZEUG

2011 übernahm Gustav Lüllau die Position des Ortsbrandmeisters von Helmut Schmahle.  

Das Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/24 Tr wurde im Oktober 2022 durch ein neues TLF 3000 ersetzt. Diese hat 2.800 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel an Bord. Das TLF ist Teil der Kreisfeuerwehrbereitschaft und wird mit dem Fachzug Wassertransport auch zu Einsätzen außerhalb von Seevetal alarmiert. 

Auf der Jahreshauptversammlung 2020 wurde Siegfried Behr für 50. jährige Mitgliedschaft von Kreisbrandmeister Volker Bellmann ausgezeichnet. 

AKTUELLE FÜHRUNGSSPITZE 

Seit 2020 ist Stephan Maack Ortsbrandmeister und Jascha Becker fungiert seit 2022 als sein Stellvertreter.

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Quelle:

Lüllau, Helmut 2009     -     Chronik der Feuerwehr Ohlendorf zum 75-jährigen Jubiläum 

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